Wir alle kennen ihn, Munari. Eine Ikone für Designer und Grafikdesigner, eine Quelle der Unterhaltung für Kinderleser, eine Quelle der Kreativität für Künstler aller Art. Denn Bruno Munari lässt sich nicht auf die Rolle eines Protagonisten des italienischen Designs des 20. Jahrhunderts beschränken. Genauer gesagt ist es ein eklektischer Künstler, der sich seit seinem Debüt mit dem Zweiten Futurismus einer von großer Experimentierfreude geprägten Tätigkeit widmet und dabei alle Kunstformen wie Malerei, Bildhauerei, Design, Fotografie und Lehrtätigkeit umfasst.
Bruno Munari wurde am 24. Oktober 1907 in Mailand geboren, verbrachte jedoch seine Kindheit und Jugend in Badia Polesine, wo seine Eltern ein Hotel betrieben, bevor er 1926 nach Mailand zurückkehrte und seine kreative Arbeit als Grafikdesigner im Atelier seines Onkels begann. Wir stellen uns jedoch gerne vor, dass seine Experimentierfreude und Beobachtung der Wirklichkeit mit immer neuen Augen begann, als er inmitten der venezianischen Landschaft in der Nähe von Rovigo lebte.
In seiner Arbeit widmete Munari dem Schreiben und der Erstellung von Büchern große Aufmerksamkeit, ohne jemals den Inhalt von der Form und den Materialien zu trennen. Unter den vielen Büchern und Ausgaben gibt es die „unlesbaren Bücher“, die bereits in ihrem Namen verraten, wie wenig vom Buch, wie wir es verstehen, übrig ist, Werke, die durch das Format, die Farbe und den Schnitt der Blätter ohne Worte kommunizieren. 1955 wurden einige Exemplare im MoMA in New York ausgestellt, in dessen Design Collection noch heute neun „unlesbare Bücher“ erhalten sind. Beginn des Moduls Ein weiteres Buch, in dem Sie mehr über sein Denken erfahren können, ist „Fantasy“, in dem er untersucht, wie Fantasie, Erfindungsgabe, Kreativität und Vorstellungskraft mit menschlichen Fähigkeiten zusammenhängen, und zwar mit klaren Argumenten und vielen Beispielen. „Da cosa nasce cosa“ ist endlich ein Handbuch, das die Grundregeln guten Designs vermittelt. Mit Softcover, ca. 380 Seiten und Dutzenden von Fotos, Diagrammen, Zeichnungen und Projekten.
Nach Bruno Munaris Ansicht muss ein Designobjekt nützlich sein und ein Problem lösen, ohne dabei auf Schönheit zu verzichten. Kunst und Schönheit müssen in einem nutzbaren Design zum Leben erweckt werden. Schön und funktional, aber auch experimentierfreudig. Eine Designidee, die Türen öffnet, sich anstecken lässt, fröhlich, gesellig, kreativ, hell und farbenfroh ist. Wie Munari sagte: „Kunst ist kontinuierliche Forschung, Assimilation vergangener Erfahrungen, Hinzufügen neuer Erfahrungen in Form, Inhalt, Material, Technik und Mitteln.“